Stefan Lassnig spricht mit PR-Expertin Verena Nowotny und Strategie-Analyst Josef Barth über Litigation-PR, die zunehmende Verlagerung von Politik in die Gerichtssäle, die ethische Verantwortung der handelnden Akteure und warum das Strafrecht nicht die Messlatte für politisches Handeln sein kann.
"Wir verteidigen Ihre Reputation im Gerichtssaal der Öffentlichkeit" - so beschreibt PR-Expertin Verena Nowotny die Aufgabe von Litigation-PR auf der Website ihrer Agentur gaisberg. Rund um diese Definition entwickelt sich bereits am Anfang dieser Folge eine interessante Diskussion mit dem Strategie-Analyst Josef Barth, der immer wieder Teile der Justiz und der Staatsanwältevereinigung beraten hat. Gemeinsam mit Host Stefan Lassnig beleuchten die beiden die zunehmende Verlagerung von Politik in Gerichtssäle oder gerichtsähnliche Verfahren wie Untersuchungsausschüsse.
So wird auch besprochen, wieso das "Leaken" von Akten in einem frühen Stadium der Ermittlungen problematisch sein kann, welche Rolle "Social Media" spielt, ob zwischen den verschiedenen Akteur:innen Waffengleichheit herrscht und welche Auswirkungen ein dauerndes Hinterfragen der Justiz auf Demokratie und Rechtsstaat hat.
In einem Punkt sind sich beide Gäste einig: Alle beteiligten Akteur:innen müssen in ihrer Arbeit ethische Grundsätze beachten, weil das Recht alleine hier nicht ausreicht.
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