Im Gespräch mit Anna-Lisa Bier berichten die Journalistinnen Luise Jäger und Ramona Arzberger vom inklusiven Magazin andererseits, über ihre Reportage „Hauptsache, du kriegst kein Kind“. Im Mittelpunkt der Recherche stehen die Erfahrungen von Frauen mit Behinderungen, die in Österreich und Deutschland oft unfreiwillig sterilisiert werden oder mit Verhütungsmitteln verhütet werden, ohne dass sie selbst darüber entscheiden können.
Frauen mit Behinderungen werden in Österreich und Deutschland häufiger sterilisiert als Frauen ohne Behinderungen. Das inklusive Magazin andererseits hat monatelang recherchiert und zeigt, warum es noch immer vorkommt, dass Menschen mit Behinderungen sterilisiert werden, ohne selbst darüber entschieden zu haben. Für die Reportage haben die Journalistinnen mit über 100 Menschen gesprochen und Einblicke in ein System mit einer Vielzahl an Barrieren, fehlender Aufklärung und strukturellem Druck gewonnen.
Im Gespräch erzählen die Journalistinnen Luise Jäger und Ramona Arzberger, warum Entscheidungen über den Körper von Betroffenen oft über ihre Köpfe hinweg getroffen werden und welche Rolle Angehörige, Ärzt*innen und Einrichtungen dabei spielen. Sie sprechen auch über fehlendes Wissen in der Medizin, komplizierte Sprache und Fachbegriffe und darüber, wie wenig über Sexualität von Menschen mit Behinderungen gesprochen wird. Außerdem geht es um Gewalt, Verhütung und die Frage, warum Selbstbestimmung in der Praxis oft nicht umgesetzt wird – obwohl sie im Gesetz verankert ist.
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Hier geht es zu der besprochenen Reportage von andererseits: Hauptsache, du kriegst kein Kind!
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