In dieser Folge spricht Stefan Lassnig mit dem Psychiater und Satiriker „Blauer Elefant“ über sein Buch „Zum Diktator in 30 Tagen“ und die Strategien moderner Rechtspopulisten. Anhand von Beispielen aus Österreich und den USA geht es um Personenkult, Nationalismus, Feindbilder und die Rolle von Social Media, Boulevard und Paramedien im postfaktischen Zeitalter
Stefan Lassnig spricht mit dem Wiener Psychiater und Satiriker „Blauer Elefant“ über sein satirisches Handbuch „Zum Diktator in 30 Tagen“ und die „Rezeptur“ des modernen Rechtspopulismus. Die beiden diskutieren, wie autoritäre Persönlichkeiten in Zeiten von Kontrollverlust und Dauerkrisen mit einfachen Antworten, starken Bildern und klaren Freund‑Feind‑Narrativen punkten. Ausführlich geht es um die Rolle von Social Media, Boulevard und parteinahen Paramedien, deren Algorithmen und Mechanismen (Verknappung, Emotionalisierung, Polarisierung) rechtspopulistischen Akteuren enorme Reichweiten ermöglichen. „Blauer Elefant“ erklärt, warum Nationalismus, Personenkult und die Konstruktion von Feindbildern – vom „Schrödingers Ausländer“ bis zur „Lügenpresse“ – Kernbestandteile dieses Playbooks sind. Zum Abschluss wird die Frage gestellt, warum etablierte Parteien Emotionen wie Angst, Wut und Ohnmacht zu wenig adressieren und damit jenen das Feld überlassen, die mit einfachen Erzählungen komplexe Probleme ausnutzen.
Links zur Folge:
Buch "Zum Diktator in 30 Tagen" (Morawa)
Podcast "Braune Kinderzimmer" (Stern)
Ganz offen gesagt Folge #15 2025 Über Allahs mächtige Influencer
Podcastempfehlung der Woche: