Ganz offen gesagt

#9 2026 Über das Zwei-Prozent-"Wunder" - mit Wifo-Direktor Gabriel Felbermayr

Episode Summary

Die Statistik Austria meldet 2,0 % Inflation im Jänner 2026 – genau das Regierungsziel. Doch wie viel hat die Politik tatsächlich damit zu tun? Und warum sind 2 % für Österreich eigentlich immer noch zu hoch?Georg Renner spricht mit Gabriel Felbermayr, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO), über Basiseffekte und chinesische Deflation, über Supermarktkonzentration und den Österreich-Aufschlag, über die ideale Inflationsrate und warum die Regierung jetzt die Lohnnebenkosten senken sollte.

Episode Notes

Gabriel Felbermayr hat keinen beneidenswerten Job als WIFO-Direktor. Mitten in einer Phase, in der viele Österreicherinnen und Österreicher noch immer die Teuerung der vergangenen Jahre spüren, muss er erklären, warum 2 % Inflation zwar ein Erfolg, aber noch nicht genug sind. Im Gespräch mit Georg Renner analysiert er die Faktoren hinter dem Inflationsrückgang – von Basiseffekten über politische Maßnahmen bis hin zu globalen Entwicklungen wie Chinas Exportstrategie.

Felbermayr erklärt, warum Österreich seit 2010 durchgehend höhere Inflationsraten hatte als der Eurozonendurchschnitt, was die Regierung noch tun kann, um Preise zu dämpfen, und warum mehr Wettbewerb im Lebensmittelhandel und bei Stromanbietern entscheidend ist. Außerdem: Warum das 2-%-Inflationsziel vielleicht zu hoch ist, welche Rolle die Lohnnebenkosten spielen und warum Österreich dringend mehr Transparenz bei Supermarktpreisen braucht.

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